CHRISTIAN MEGERT – SPIEGELRÄUME/FARBRÄUME

10.03. – 20.04.

 

Seit nunmehr 65 Jahren sind Spiegel das zentrale Gestaltungselement im Werk von Christian Megert. Wie kein anderer Künstler vor ihm hat der Berner ZERO-Künstler die Möglichkeiten, die sich durch den Einsatz von Spiegeln in der Kunst eröffnen, erkundet. Sein Spiegelraum auf der documenta 4 und seine „Spiegel-Scherben-Bilder“ markieren Meilensteine der ZERO- und der Nachkriegskunst. Durch sie ist es Megert gelungen, die Kunst zu entgrenzen und den realen Umgebungsraum ganz unmittelbar ins Kunstwerk hereinzuholen.

In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich der Künstler immer mehr der Farbe zugewandt. Dabei erscheint dem Betrachter oft mehr Farbe, als real vorhanden ist, denn Megert nutzt die verwendeten Spiegelelemente höchst raffiniert als Multiplikatoren und optische Farbverstärker. So wird aus einem Rechteck ein Quadrat, aus einer kleinen Farbfläche eine große Wirkung. Jüngst geht er auch wieder in den realen Raum hinein. Megert schafft mehrteilige Spiegelstelen, die als komplexes Spiegel-Raum-Ensemble den Betrachter fesseln und faszinieren.

 

Am Donnerstag, den 18. April um 17 Uhr führt Dr. Stephan Geiger in die Ausstellung ein und beleuchtet dabei auch Christian Megerts Rolle innerhalb der internationalen ZERO-Bewegung der 1960er Jahre.

Das Video zur Ausstellung ist jetzt auf unserem YouTube-Kanal zu sehen!