KLAUS STAUDT – RELATIVITÄT DER ERSCHEINUNG

06.09. – 31.10. 2026

 

Künstlergespräch: Prof. Klaus Staudt im Dialog mit dem Kunsthistoriker Dr. Stephan Geiger, Samstag, 10. Oktober, 18 Uhr

 

In jeder Künstlergeneration gibt es nur wenige, die so markant, innovativ und eigenständig sind, dass sie und ihre Werke dauerhaft bleiben, dass sie die Kunstgeschichte nachhaltig bereichern. Klaus Staudt, der in Kürze 94 Jahre alt wird, gehört zu diesen wenigen Ausnahmekünstlern. Vor über 60 Jahren hat er mit der Entwicklung des mehrschichtigen Reliefs ein neues Kapitel in der Geschichte der Relief-Kunst geschrieben. Durch die innovative Verwendung von Acrylglas gelang es ihm innerhalb einer Reliefarbeit eine höchst subtile Tiefenstaffelung zu erzeugen. Durch den Einsatz von farbigem Acrylglas kam eine neuartige, lichtgetränkte Farbwirkung hinzu. Seit über sechs Jahrzehnten verfolgt er mit großer Konsequenz und formaler Stringenz seine Grundthemen – kunsthistorisch im Kontext von ZERO und Neuen Tendenzen stehend, aber stets sehr unabhängig und höchst eigenständig. Wie spannend und aufregend die künstlerischen Ergebnisse dieses lebenslangen Prozesses sind, zeigt die fünfte Einzelausstellung in der Galerie Geiger. Sie schlägt anhand ausgewählter Werke einen Bogen von den 1960er Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart und verdeutlicht, dass Staudt auch mit 94 noch viel zu sagen hat. SG