HANS JÖRG GLATTFELDER – farbe denken, farbe lenken

10.05. – 27.06. 2026

 

Seit 60 Jahren zählt Hans Jörg Glattfelder (*1939) zu den wichtigsten Vertretern der Konstruktiv-konkreten Kunst in Europa. Seine markanten, der Op Art nahestehenden Pyramiden-Reliefs haben ihn bereits in den 1960er Jahren international bekannt gemacht. Mit seinen ab den 1970er Jahren entstehenden nicht-euklidischen Metaphern hat Glattfelder dann das orthogonale Paradigma der konkreten Tradition kühn durchbrochen. Die in den Metaphernaufscheinende Auseinandersetzung mit der modernen Physik brachte ihm schließlich 1986 eine Teilnahme auf der Biennale von Venedig ein. Heute ist Glattfelder ein Klassiker der Konkreten Kunst und seine Werke finden sich in zahlreichen Museen und Sammlungen in ganz Europa. In ihrer achten Einzelausstellung des Künstlers präsentiert die Galerie Geiger einen weiten Querschnitt durch sechs Jahrzehnte seines Schaffens, von einer ganz frühen Leinwandarbeit, die den Pyramiden-Reliefs vorangeht, bis zu den neuesten Werken von 2025, die sich dem Thema der Farbe widmen. Mit ihren modulierten Farbfeldern bilden sie eine Hommage an seinen väterlichen Künstlerfreund Richard Paul Lohse, zeigen aber zugleich, wie wandlungsfähig der fast 87jährige Künstler immer noch ist. SG